Aus dem Leben einer Mitt-Dreißigerin

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Auf der Suche nach mir selbst...

Ich bin zurück!

So gut hab ich mich seit November 2011 nicht mehr gefühlt.

Was ist da nur schief gelaufen, dass ich mich selbst so aus den Augen verloren habe? 16 Monate, die ich ängstlich und voller Sorgen und mit gebrochenem Selbstvertrauen verbracht habe. Angst vor Krankheit, Tod, Verletzung hatten mich bewegungsunfähig gemacht, hatten mein Zutrauen in meine innere Kraft und meinen gnadenlosen Optimismus beinahe zunichte gemacht.
Ich erkannte mich selbst kaum wieder, hatte aber nicht die Kraft und den Mut, der Angst die Stirn zu bieten. Ich zog mich immer mehr zurück, voller Sorgen und Zweifel und versuchte nach außen hin so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Doch dadurch wurde es nur schlimmer.

Was ist heute passiert? Wie habe ich wieder zu mir selbst gefunden?
Ich war so unglaublich wütend. 16 Monate lang war ich wütend. Wütend auf meinen Körper, der mich so heimtückisch lahm gelegt hatte. Wütend, dass mir das Leben einen Denkzettel verpasst hatte. Wütend auf mich selbst, weil ich so ängstlich und wütend war. Wütend, weil ich mich kaum noch aufraffen konnte, irgendetwas zu tun und ich mich wie gelähmt fühlte, gelähmt und kraftlos, völlig außer Stande auch nur einen Finger zu rühren.
Ich versuchte krampfhaft die Wut und die Angst zu unterdrücken und mir selbst vorzumachen, es sei alles in Ordnung. Manchmal gelang mir das nicht und ich ließ die Wut gnadenlos an anderen aus. Heute morgen war dies wieder der Fall. Ich ließ meine Wut zum wiederholte Mal an einem Mann aus, den ich eigentlich sehr mag. Ich schrieb wütende Nachrichten. Als ich gerade dabei war eine besonders verletzende Nachricht zu schreiben, erschrak ich plötzlich so sehr über mich selbst, dass es mich wirklich traf, als hätte mir jemand mit ner Bratpfanne ins Gesicht gehauen. Ich war zutiefst erschrocken und stellte mir die Frage, was ich da eigentlich tat. Ich löschte die Nachricht, legte mein Handy weg und stellte mich vor meinen größten Spiegel und betrachtete mein Spiegelbild. Die ganze Wut und die panische Angst, die mich 16 Monate lang beherrscht und gelähmt hatten, standen mir ins Gesicht geschrieben. 16 Monate lang hatte ich mich gefühlt wie im Freien Fall, krampfhaft bemüht irgendwo Halt zu finden. Ich erkannte mich kaum wieder. Selbst mein Spiegelbild kam mir fremd vor.
Ich fing an zu heulen und konnte mich kaum beruhigen. Plötzlich fühlte ich mich, als würde etwas in mir zerbrechen. Die tonnenschwere Last, die auf meinem Herzen und meiner Seele gelastet hatte, zerbrach einfach. Zum ersten Mal seit langem fühlte ich wieder diese innere Kraft in mir, die mich mein ganzes Leben lang angetrieben hat. Ich schaute in den Spiegel und musste lachen. Ich hab gelacht und geheult, mit mir selbst geschimpft und mich ausgelacht. Danach ging's mir besser.
Ich entdeckte meine unbändige Energie, meine gute Laune und meine Neugier wieder. Ich entdeckte mich selbst wieder.

Ich bin wieder ich, großartig, optimistisch, durchgeknallt, fröhlich, gut gelaunt und nicht zu bremsen, wenn ich erstmal los lege. Das Temperament und Feuer in mir sind zurück! Ich hab einiges aufzuräumen und nachzuholen, was in den letzten Monaten schief lief und liegen blieb. Aber ich hab schon damit angefangen und ich freue mich so wahnsinnig darauf!!!

Macht euch auf was gefasst! Ich bin wieder da!
6.4.13 19:08
 
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